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Wertermittlung / Immobilienberatung für Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser in sämtlichen Lagen oder Größen

Klassische Einfamilienhäuser, auch Familienhaus oder Einfamilienwohnhaus genannt, sind als Wohnhaus genutzte Gebäude. Darin lebt ein Paar, eine Familie oder eine Gruppe von Menschen, die einen gemeinsamen Haushalt führt. Das Wesen des Einfamilienhauses, das auch von einer Einzelperson bewohnt werden kann, besteht darin, dass es lediglich eine Nutzungs- bzw. Wohneinheit enthält.

Historie des Einfamilienhauses

Vor der Industriellen Revolution im 19 Jahrhundert lebte die deutsche Bevölkerung überwiegend in Bauern- oder Bürgerhäusern, in denen unter einem Dach gewohnt und gearbeitet wurde. Abgeschlossene Wohneinheiten für Kleinfamilien waren damals nicht üblich, zur Hausgemeinschaft zählten Verwandte, Mitarbeiter des Betriebes oder Hausangestellte.

Die Villen der Antike und der Zeit der Renaissance gelten als Vorläufer des Einfamilienhauses, wie wir es heute kennen. An diesen Gebäuden orientierte sich der Bau großbürgerlicher Villen im 19. Jahrhundert, als sich der Trend zu Kleinfamilie zu entwickeln begann. Doch nicht nur die repräsentativen Wohnsitze der Gründerzeit sind der Ursprung des Einfamilienhauses. Einen hohen Anteil daran hatte auch die Gartenstadt, die der englische Sozialreformer Ebenezer Howard um die Jahrhundertwende konzipierte und die viele Nachahmer fand.

Zunehmend wurde das Einfamilienhaus zum Wunschtraum im kleinbürgerlichen und Arbeitermilieu, je stärker sich Arbeit und Wohnen voneinander trennten. Immer mehr Menschen wünschten sich einen Rückzugsort mit Intimsphäre und erhoben eigenen abgeschlossenen Wohnraum für individuelle Freizeitgestaltung zum Ideal. In den 1960er-Jahren setzte ein Bau-Boom im Bereich des Einfamilienhauses statt. Auch Arbeiter und Angestellte konnten nun ihren Wunsch verwirklichen, oft mithilfe eines hohen Anteils an Eigenleistung.

Formen von Einfamilienhäusern

Das Einfamilienhaus als eine Variante des Immobilienbesitzes wird meistens vom Eigentümer genutzt, seltener vom Eigentümer an einen anderen Nutzer vermietet. Die Bauweise von Einfamilienhäusern ist unterschiedlich: Eingeschossige Bungalows sowie Hof- und Atriumhäuser gehören dazu. Es gibt freistehende Einfamilienwohnhäuser in verschiedensten Größen und mit unterschiedlicher Ausstattung. Siedlungs- und Landhäuser oder Villen können ebenfalls als Einfamilienhäuser konzipiert sein. Wochenend- und Ferienhäuser fallen häufig nicht darunter, wenn sie entweder nicht den üblichen Wohnansprüchen entsprechen oder nicht ständig bewohnt sind. Der Begriff Einfamilienhaus kann streng genommen als überholt gelten, da heute auch das Leben anderer Wohn- und Lebensgemeinschaften in Einfamilienhäusern stattfindet.

Zweifamilienhäuser kommen am häufigsten als Reihenhaus und als Doppelhaushälfte vor, die entweder auf geteilten Grundstücken erstellt wurden oder für die eine Eigentümergemeinschaft besteht. Befinden sich in einem Gebäude zwei Einheiten - darunter eine Einliegerwohnung - gilt es ebenfalls als Einfamilienhaus. Dabei kommt es nicht darauf an, ob zwei getrennte Eingänge vorhanden oder Haupt- und Einliegerwohnung miteinander verbunden sind. Das entscheidende Kriterium ist, ob die Einliegerwohnung eine untergeordnete Bedeutung hat. Beträgt ihre Wohnfläche unter 80 Prozent der Größe der Hauptwohnung, ist dies gegeben.